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In Ausführung der LGIPA-Statuten, eingetragen in
Luxemburg am 20. April 1988, speziell Kapitel VI, Art. 22, hat
der Vorstand beschlossen, die einmalige Gelegenheit zu nutzen
und bei der Gemeinde Bartringen in dem neuen Gebäudekomplex
„Beim Schlass“ Räumlichkeiten zwecks Einrichtung einer
Forschungs- und Lehrpraxis anzumieten, sobald das Gebäude
bezugsfertig ist. Diese Entscheidung wurde von der
Generalversammlung am 28. März 2002 gutgeheißen, so dass zwei in
Bartringen wohnende Vorstandsmitglieder, nämlich der Präsident
und der Sekretär, beauftragt werden konnten, mit der Gemeinde
einen Vorvertrag abzuschließen.
Der „Contrat préalable de location d’une surface
commerciale au projet immobilier ‚Beim Schlass‘“ wurde am 17.
April 2002 unterzeichnet.
Im dritten Artikel der LGIPA/SLPA-Statuten werden
die Ziele der Gesellschaft definiert: „La diffusion,
l’approfondissement de la psychologie adlérienne et de ses
idéaux sociopratiques, l’innovation et la recherche dans le
domaine de la psychopédagogie et de la psychanalyse adlérienne
ainsi que de leurs applications méthodiques“.
Und unter Punkt 9 „Mitwirkung im
Gesundheitswesen“ und 10 „Psychotherapieforschung“ der ethischen
Richtlinien für Psychotherapeuten wird festgehalten:
(zu 9:) In ihrer gesellschaftlichen
Verantwortung werden PsychotherapeutInnen ermutigt, ihren
Beitrag zur Erhaltung und Schaffung von Lebensbedingungen zu
leisten, die der Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der
psychischen Gesundheit und der Reifung oder Entwicklung der
Menschen dienen.
(zu 10:) Im Interesse der wissenschaftlichen
Weiterentwicklung der Psychotherapie sowie der Erforschung der
Wirkungen der Psychotherapie sollen PsychotherapeutInnen nach
ihren jeweiligen Möglichkeiten an Forschungsvorhaben mitwirken.
Die Durchführung von psychotherapeutischen Forschungsvorhaben
sowie Publikationen von psychotherapeutischen Arbeiten müssen
den oben angeführten ethischen Grundsätzen entsprechen. Die
Interessen der Patienten/Klienten sind vorrangig.
Dass die Individualpsychologie nach Alfred Adler
auch in präven-tiver Hinsicht eine sehr fruchtbare Theorie
wurde, zeichnete sich nach Rüedi (2000) schon ab 1904 ab. In dem
Artikel „Der Arzt als Erzieher“ unterstreicht Adler die
Bedeutung der seelischen Entwicklung, die von der körperlichen
nicht zu trennen sei. Da er selber Arzt war, forderte er, seine
Kollegen sollten verstärkt Erziehungsberatung betreiben, die
Eltern und Lehrer in Erziehungs-fragen beraten, um so auf
seeli-schem und körperlichem Gebiet prophylaktisch zu wirken,
d.h. Gesunde vor der Krankheit zu schützen. Schon kurze Zeit
später setzte Adler im Bereich der Prophylaxe mehr auf die
Lehrer und die Schule. Wir wissen heute, dass auch die
Luxemburger Schule dieser Aufgabe nicht gerecht wird (siehe auch
„Reflexion“ von Mme Lanners).
Um 1920 gründete der Wiener Arzt Alfred Adler
dann die ersten individualpsychologischen
Erziehungsberatungsstellen, die allen ratsuchenden Eltern,
Erziehern und Lehrern unentgeltlich offen standen, da sie
alsbald von der Stadt Wien gefördert wurden. Dem gingen also
Jahre der primären Prävention durch regelmäßige Vorträge über
Erziehungs- und Gesundheitsfragen voraus. Übrigens beschäftigte
sich Adlers allererste Veröffentlichung überhaupt mit der
Prävention körperlicher Krankheiten (Gesundheitsbuch für das
Schneidergewerbe, 1898).
Auch wenn die LGIPA seit ihrer Gründung 1987 noch
keine Beratungsstelle einrichten konnte, so hat sie dennoch
nachweislich über all die Jahre in ihren Beratungsgruppen zur
Gesundheitsförderung beigetragen (siehe Jahresberichte). Vor
allem die von der LGIPA favorisierte Gruppenarbeit ist eine sehr
effiziente Präventions- und Stabilisierungsmethode im Bereich
seelischer und körperlicher Gesundheit. Im Rahmen des IPG soll
prinzipiell die Einheit von Wissenschaft, Ausbildung und Praxis
gewährleistet werden, eine wesentliche Maßnahme zur
Qualitätssicherung in den drei Bereichen. Dies ist am besten in
einem Zentrum zu erreichen.
Alle intervenierenden Mitarbeiter des IPG sind
qualifizierte Mitglieder, fortgeschrittene Ausbildungskandidaten
oder Fachmitglieder der LGIPA. Alle sind der Standesordnung und
den ethischen Richtlinien der LGIPA verpflichtet (siehe:
www.lgipa.lu ); die LGIPA-Psychologen richten sich
ebenfalls nach dem „Code Déontologique de la Société
Luxembourgeoise de Psychologie“ (siehe:
www.slp.lu ) und der Ethik-Charta der FEAP (Fédération
Européenne d’Associations de Psychologues).
Die wissenschaftliche und fachliche Leitung sowie
die Kontrolle der fachlichen Aktivitäten und Interventionen
obliegen allein den Lehranalytikern und Lehrberatern der LGIPA.
Der in Luxemburg aktiven Lehranalytikerkommission gehören an:
Dr. Ralf Biehle, Dipl. Psych. & Päd. Helmut Gehle, Dr.
Karl-Heinz Hay, Dr. German Höcher, Frau Christiane Keller, Dr.
Fari Khabirpour, Frau Marlene Lanners und Dr. Lucien Nicolay.
Als externe Fachkonsulenten fungieren seit dem Jahr 2001 die
Universitätsprofessoren Dr. Charles Pull (Psychiatrie) und Dr.
Germain Weber (Klinische und Gesundheits-Psychologie).
Die vom Vorstand genannte Geschäftsführung
(Organisation, Verwaltung, Buchhaltung, Ausführung) kann einem
Team oder entsprechend spezialisierten Einzelpersonen übertragen
werden, die dem Vorstand und der Generalversammlung Rechenschaft
schuldig sind. Den in geschäftsführenden Funktionen ehrenamtlich
Tätigen wird der Mitgliedsbeitrag erlassen. Über die
Finanzierung von Forschungsprojekten und wissenschaftlichen
Publikationen entscheidet der LGIPA-Vorstand auf Anraten der
Wissenschafts- und Forschungskommission, der auch Akademiker
angehören können, die nicht Fachmitglieder sind. (Bis zur
Ernennung einer solchen Kommission durch den Vorstand übernimmt
die Lehranalytikerkommission diese Aufgabe.)
Der Tätigkeitsbereich umfasst die Förderung des
psychischen Wohlbefindens der Menschen im Einzugsgebiet durch
konkrete Angebote, die psychologische Ausbildung von Fachleuten
und Laien im Gesundheitsbereich, die wissenschaftliche
Begleitung der Angebote, die Initiierung oder Durchführung von
Forschungsprojekten sowie die Kooperation mit anderen Agenten im
Gesundheitsbereich
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